Mittwoch, 27. April 2016

Marie Jansen: 'Als wir Schwestern waren"

Ihr Lieben,

Ich habe momentan extrem viel um die Ohren, Studium, Arbeit und so weiter.....
Nichtsdestotrotz habe ich heute eine Rezi fuer euch.




Produktinformation

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3734100079




Inhalt:



Die Liebe zweier Schwestern. Ein Krieg, der sie trennt. Ein Kind, für das sie alles tun würden.


Hamburg, 1916. Vivianne und Elisabeth wachsen als behütete Töchter einer großbürgerlichen Familie auf. Die lebhafte, freiheitsliebende Vivianne schleicht sich oft heimlich auf das Nachbargestüt und begegnet dort dem französischen Kunstreiter Philippe, der mit seinem Zirkus in Hamburg gastiert. Die junge Frau ist von dieser schillernden Welt hingerissen und flieht kurzerhand mit Philippe. Jahre später lebt Elisabeth eine unglückliche, kinderlose Ehe – bis sie eines Tages ein Baby vor ihrer Tür findet. Sie nimmt sich des Mädchens an und weiß, dass sie alles tun würde, um es bei sich zu behalten …


Meine Meinung:

Simone ist aktuell nicht besonders zufrieden mit ihrem Leben. Das Zusammenleben mit ihrem Kuenstlerfreund Jens, der zurzeit erfolgslos versucht seine Projekte zu Geld zu machen und deswegen alles auf Simone zurueckfaellt.
Als sie eines Tages dann aber den mysterioesen Auftrag erhaelt bestimmte Gegenstaende bei einer Auktion in Hamburg, ihrem Heimatort, zu ersteigern, ist sie voller Tatendrang, dem zugrunde liegenden Geheimnis auf die Spur zu kommen und ahnt dabei nicht, dass ihr ein Familiendrama der besonderen Art offenbart wird.
Viviane und Elisabeth sind Schwestern, die aber unterschiedlicher nicht sein koennen.
Viviane ist ungestuem, rebellisch, wunderschoen und handelt oft ohne nachzudenken.
Elisabeth dagegen ist durch Pockennarben im Gesicht entstellt und allgemein eher ruhiger, bedachter.
Doch als Viviane gegen ihren Willen verheiratet werden soll, brennt sie in einer Nacht und Nebel Aktion mit dem Kunstreiter Philippe und seinem Zirkus  durch.
Elisabeth ist zutiefst verletzt von Vivianenes Leichtsinnigkeit, haelt aber dennoch heimlichen Kontakt zu ihr.
Elisabeth lebt fortan in einer arrangierten Ehe, die von reinem Pflichtgefuehl dominiert wird und leider auch kinderlos bleibt, bis eines Tages ein Baby vor ihre Tuer gelegt wird, das ihr als einzige physische Erinnerung an ihre Schwester bleibt...
Ich hatte anfangs leichte Schwierigkeiten in die Handlung hinein zu finden, da ich durch Simones "Auftauchen" recht verwirrt war und auch keinen richtigen Zugang zu ihr finden konnte.
Als aber die Flashbacks begannen, fuegten sich die ersten Puzzle Teile zusammen und ich verstand den Zusammenhang zwischen Simone und den Schwestern.
Die Schwestern waren sehr interessant, sie sind charakterlich sehr unterschiedlich dargestellt gewesen und man merkte, dass hier das vorkommende Klischee herrschte "Juengere=huebschere" und so weiter, aber trotz dieser Klischees, fand ich es doch unglaublich mutig von Viviane davon zu laufen und ihr bisheriges, recht sicheres Leben im Wohlstand, einem eher einfacheren Leben mit vielen Risiken einzutauschen.
Besonders beruehrend fand ich die Verbindung der Schwestern. "Durch Sturm und Wind, weil wir Schwestern sind", ist ihr Credo und das bleibt es auch nach Vivianes Fortgang.
Sie schreiben sich Briefe und Elisabeth zieht Vivianes Tochter wie ihre eigene auf.
Ich fand den Schreibstil der Autorin sehr vielschichtig und in hoechstem Masse gelungen, da sie es schafft Emotionalitaet, Historische Fakten und Spannung gekonnt miteinander zu vereinen, sodass man im Laufe des Buches immer mehr Details heraus findet und immer mehr Puzzle Teile an die richtige Stelle setzt, bis schlussendlich auch Simones Rolle in der Geschichte enthuellt wird.
Die abwechselnde Erzaehltempi, mal wurde die Geschichte der Schwestern in der Vergangenheit erzaehlt und anschliessend befand man sich wieder in der Gegenwart bei Simone und folgte mit ihr den Spuren der Schwestern.
 Dadurch wurde die erdrueckende Grundstimmung der Vergangenheit (es spielt zur Zeit der Weltkriege), ein wenig aufgeloest.
Das Buch war ein absoluter Lesegenuss, eine beruehrende Familiengeschichte, die durch gut recherchierte historische Fakten perfekt in Szene gesetzt wurde.


Wer von euch hat das Buch gelesen? Wie hat es euch gefallen? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!

xoxo,
eure Chellush

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