Samstag, 23. Dezember 2017

Danielle Paige: Snow: Die Prophezeiung von Feuer und Eis

Ihr Lieben,

Ich habe es geschafft! Ich habe endlich dieses Buch beendet!
Es war eine sehr schwere Geburt, klang der Klappentext doch so vielversprechend und war das Cover doch so anziehend!
Aber schon nach den ersten Kapiteln, merkte ich, dass meine Begeisterung abflaute.....
Dennoch möchte ich an dieser Stelle dem Thienemann-Esslinger Verlag danken, da ich das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe.





Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH; Auflage: 2. Auflage (19. September 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Stealing Snow
Übersetzung: Anne Brauner
Illustrationen&Cover:
ISBN: 978-3522202374
Alter: 13 - 16 Jahre


Hier könnt ihr das Buch bei Amazon kaufen, hier beim Verlag.






Danielle Paige ist eine amerikanische Bestsellerautorin, ihre Serie "Dorothy Must Die" stand monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times. Bevor sie sich ganz der Jugendliteratur verschrieb, arbeitete sie fürs Fernsehen. Dort wurde sie mit dem Writers Guild of America Award ausgezeichnet und mehrfach für den Daytime Emmy nominiert. Danielle Paige hat ihr Studium an der Universität von Columbia abgeschlossen und lebt in New York City.






„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“

Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …




Snow lebt seit ihrem 6. Lebensjahr in der Whittaker Anstalt, einer Psychiatrie. Hier erwartet sie jeden Tag der selbe triste Alltag der nur durch die bunten Pillen, die Snow, je nach Wirkung, nach den sieben Zwergen aus Schneewittchen benannt hat.
Sie hat als kleines Mädchen gemeinsam mit einer Freundin versucht durch einen Spiegel zu gehen und hat sowohl sich, als auch ihre Freundin dabei schwer verletzt, was dazu geführt hat, dass Snow nun in der Anstalt lebt.
Doch nicht alles in ihrem Leben ist schlecht, denn hier hat sie ihre große Liebe kennengelernt, Bale, der sein Elternhaus abgebrannt hat.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft und sogar noch mehr. 
Es kommt zu einem Kuss infolgedessen Bale aber einen Anfall hat und Snow das Handgelenk bricht und fortan von ihr getrennt wird.
Doch Snow liebt ihn noch immer. Eines Tages taucht ein Junge auf, der Snow damit lockt aus der Whittaker Anstalt auszubrechen. Es gelingt ihnen, nur führt die Reise in das magische Reich Algid, wo Snow erfährt, dass sie Teil einer großen Prophezeiung ist.
Wie bereits oben gesagt, fand ich den Einstieg sehr schleppend.
Zwar ist der Schreibstil recht locker, aber mir hat das Setting nicht gefallen und auch nicht die Ausgangssituation.
Mit 6 Jahren Kinder in die Psychiatrie zu stecken, da sie versucht haben durch einen Spiegel zu gehen, ist für mich einfach nur grausam und übertrieben.
In diesem Alter hat man noch sehr viel Fantasie, die Grenze zwischen Vorstellung und Wirklichkeit ist noch nicht besonders ausgeprägt. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich in diesem Alter auch noch an Feen und Magie geglaubt habe.
Dann kommen wir zur "Beziehung" zwischen Bale und Snow, die ich nun wirklich als sehr toxisch empfinde. Ja, er ist schwer traumatisiert und ist nicht grundlos im Whittaker, aber nachdem er ihr das Handgelenk bricht noch immer von ihm zu schwärmen...Das fühlte sich für mich nicht richtig an. 
Oft bedient sich Jugendliteratur  einem Schema, nämlich dem der Auserwählten, die ihr ganzes Leben lang zu Unrecht verurteilt wurde und ein tristes Dasein gefristet hat und nun zu was Höherem bestimmt ist, getoppt wird das noch durch zwei Love Interests, zwei Jungen die um das Herz der Protagonistin buhlen, nur wird hier dem nochmal eins drauf gesetzt, denn es sind 3 männliche Wesen, die romantisches Interesse an Snow bekunden, was mich wild mit dem Augen hat rollen lassen, da ich ohnehin kein Fan des Liebesdreiecks bin, geschweige denn eines Liebesvierecks.
Dieser Fakt hat die gesamte Handlung schon stark negativ beeinflusst. Aber dabei bleibt es nicht. Snows Mission ist es Bale wiederzufinden und dabei soll sie noch an die Prophezeiung heran geführt werden, dessen Heldin sie ist, denn nur Snow kann Algid von der Schreckensherrschaft ihres Vaters und des Königs Lazar befreien und dafür muss sie ihre Kräfte entdecken und lernen wie sie sie einsetzt...
Die gesamte Handlung ging nur sehr schleppend voran, ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte sehr lange gebraucht hat um sich zu entfalten und das für sie bestimmte Tempo anzunehmen, was mich als Leser sehr frustriert hat.
Als die Handlung dann schneller vorangehen sollte, gab es einen Ortswechsel. Neue Charaktere wurden eingeführt und die die zuvor in der Handlung drankamen, wie Gerde, Kai und die Flusshexe, werden nicht mehr wirklich beachtet, was mich ungeheuer verwirrt hat.
Die Oberflächlichkeit der Charaktere ist noch ein Punkt der mich sehr gestört hat.
Nicht nur Snows Charakter wurde oberflächlich angerissen, auch die anderen blieben doch sehr blass skizziert, nicht wirklich vollständig.
Diese Punkte machten die Geschichte für mich zu einem sehr anstrengenden Leseerlebnis, und ich habe mich wirklich durch das Buch, trotz mehrmonatiger Pause, absolut durchquälen müssen.

Alles in einem, hat mich Snow leider sehr enttäuscht, da ich mir sehr viel mehr von der Geschichte erhofft hatte.
Ich verlinke euch hier nochmal Klaudias Rezension, der ich in vielen Punkten zustimme und die meine Meinung zu dem Buch auch nochmal sehr gut wiedergibt.


Ich wünsche euch schöne Weihnachtsfeiertage,

xoxo,
eure Rachel 



1 Kommentar:

  1. Hallo,
    schade, dass dich das Buch nicht überzeugen konnte. Das Cover ist so wunderschön und auch der Klappentext liest sich eigentlich sehr vielversprechend. Allerdings fallen die Rezensionen ja insgesamt auch eher kritisch aus.
    Viele Grüße
    Anja

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